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Retrospektive 01/2013

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Drei Sachen die für einen einzelnen Blog-Post zu kurz, für einen Tweet aber zu lang schienen.

Ein Büro

Gute Neuigkeiten: Ich habe nach einer Odyssee durch verschiedene Kölner Coworking-Spaces nun eine Bleibe im Home Office Cologne gefunden. Hier ist es nicht nur weniger hektisch als in den anderen Spaces die ich bisher besucht habe, hier wird auch mit Abstand der beste Kaffee gebraut. Und man ist unter normalen Geeks. Pluspunkt.

Das Home Office Cologne führt mich auch gleich zum nächsten Punkt: Dem Geekstammtisch.

Geekstammtisch

Meine beiden Büro-Kollegen Dirk und Sebastian haben zusammen einen Podcast gestartet, in dem sie die Metaebene [sic!] zwischen Ruby, Rails, der Kölner Netzszene und dem neusten Klatsch von Hacker News besprechen. In Folge #002 durfte ich spontan als Vertretung einspringen und mich auf dem Interview-Sitzsack als Gast anbieten. In gemütlicher Brauhaus-Atmosphäre könnt ihr hören, wie ich mich rund um das geflügelte Wort »Enterprise« meiner letzten Projekte um Kopf und Kragen rede. Hörbar direkt auf der Seite vom Geekstammtisch.

Ubuntu auf dem MacBook Air

Nach einigen Jahren in der digitalen katholischen Kirche ist bei mir das digitale Kribbeln in den Fingern wieder gekommen. Ich habe die OS X Partition meines MacBooks etwas verkleinert, etwas Platz für einen Blick über den Tellerrand geschaffen und seit mehreren Wochen Ubuntu 12.10 als mein Haupt-System im Einsatz.

In der nächsten Zugfahrt habe ich bestimmt Zeit für einen länglicheren Post darüber.

Konferenzdichte. Und Ruby.

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In Sachen Konferenzdichte kann bisher kein Sommer dem Jahr 2012 die Wurst vom Brot nehmen. Als kurzer Rundown der letzten Wochen: Symfony Live, Lightning IO, Eurucamp und am vergangenen Wochenende die Baruco. Hängen geblieben sind die beiden letzten Konferenzen und ich glaube ich weiß mittlerweile auch warum. Um meinen guten Kollegen @Argorak zu zitieren:

Skip the Talks and meet the people!

Und das scheint (zumindest für mich) mit der Ruby Community perfekt zu funktionieren. Seit ich dazu übergegangen bin, nicht mehr als Developer sondern als -Op zu arbeiten, ist es nicht leichter geworden, mich zu einer Gruppe zu zählen. Und sobald man das böse R-Wort in den Mund nimmt, entfremdet man sich um so schneller von der PHP-Community. Ein Phänomen welches ich bisher weder in der Ruby- noch in der Python Community erlebt habe.

Dazu gibt es aber (bestimmt) noch einen getrennten Blogpost.

Eurucamp 2012

Die Organisatoren haben versucht, die Wir-haben-keine-Tickets-für-die-Euruko-mehr-bekommen-Veranstaltung Eurucamp 2011 zu einer vollwertigen Konferenz aufzupeppeln. Und das ist ihnen gelungen. Single-Track und völlig entspannt gab es am Müggelsee die Möglichkeit, zusammen Fahrrad zu fahren, Kaffee zu brauen oder auch den einen oder anderen Talk anzuschauen.

Baruco 2012

Nachdem ich mir mehrere Monate die Schwärmereien von der letzten Barcelona Ruby Conference anhören durfte, weiß ich nun: Sie waren gerechtfertigt. Die Location - das Wissenschafts-Museum CosmoCaixa - wird die Messlatte für die nächsten Konferenzen wohl ziemlich hoch setzen. Die Gelegenheit, zwischen Mittagspause und nächstem Talk noch mal schnell Wasserschweine oder eine Anakonda im Regenwald anzuschauen sollte man nicht verpasst haben. Ganz nebenher: Die Talks waren sehr gut. Die Party: Sogar noch besser.

Besser als Såndra kann man es nicht ausdrücken:

Up next

Gerade wenn es darum geht über Tellerränder hinweg zu schauen, solltet ihr die BubbleConf und die PyCon 2012 im Auge behalten.

Cluster

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Aus der beliebten Serie: Klein, aber nützlich heute mal ein kleines Bash-Schnipsel was ich mittlerweile für fast alle Projekte nutze. Eine kleine Cluster-Funktion:

1
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3
function cluster() {
  find . -maxdepth 1 -mindepth 1 -type d -exec sh -c "cd {}; echo "[{}]"; $*" \;;
}

Dieses kleine Helferchen macht nichts anderes als in alle unmittelbaren Unterverzeichnisse zu springen und den Rest des Kommandos auszuführen. So sind zum Beispiel vor langen Zugfahrten ein cluster git fetch oder cluster bundle install meine Lebensretter.

Geht bestimmt auch eleganter. Aber mit Sicherheit nur mit langweiligeren Namen. Obacht, zsh-User: Dem find muss ein noglob voranstehen.

VIM

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Die kleinen Dinge des Alltags beachtet man üblicherweise viel zu wenig. Zu den kleinen Dingen im Alltag eines DevOp und Entwicklers gehört ohne Zweifel sein Editor. Für mich ist das seit nun schon fast 5 Jahren der Vi IMproved Editor VIM.

VIM ist für mich

  • Texteditor

    Wann immer ich etwas öffnen oder bearbeiten möchte, geschieht dies in VIM. Nicht nur habe ich VIM auf allen meinen Maschinen installiert - in 9.7 von 10 Fällen findet sich auch auf den entfernten Systemen mit denen ich arbeite ein VIM. Falls ihr beispielsweise mit einem Mac oder Linux-System arbeitet, habe ich meinen Editor bei euch schon installiert.

  • IDE

    Entwicklungsumgebung meiner Wahl. Hier gab es vor einigen Jahren für mich die Wende: Spendiere ich Eclipse noch mal zwei neue Riegel RAM, oder versuche ich mich einfach in etwas ressourcenschonenderes einzuarbeiten?

  • Notizblock

    Scribbeln, Textschnipsel be- und verarbeiten, Suchen, Ersetzen, Logfiles crunchen, alles im VIM.

  • Worklog & Knowledgebase

    Mein Worklog ist eine einzige Markdown-Datei mit Subsections pro Tag, parallel dazu meine kleine “Brauch-Ich-Immer Mal” Zettelbox für UNIX-Tools und kleine Merkhilfen für Kundenprojekte. Inspiriert von @tqmz.

  • Blogging-Tool

    Diesen Blog-Post schreibe ich gerade mit VIM. Den Rest erledigt Octopress für mich.

Meine Plugins

Falls ihr vielleicht schon VIM nutzt, hier als Anregung meine aktuelle Plugin-Bestückung. Ich freue mich natürlich sehr über neue Tips und Flamewars.

Command-T (1.3.1)
FuzzyFinder (4.2.2)
Zenburn (2.21@1)
ack.vim (heads/master)
bufexplorer (7.2.8)
gundo.vim (v2.2.2-9-g5009271)
jasmine.vim (heads/master)
mustache.vim (heads/master)
nerdtree (4.2.0-49-geced5f9)
screen (1.5-9-gea15f8f)
syntastic (2.2.0-43-gfe5b898)
textile.vim (0.2-15-g2f831f4)
tlib_vim (0.43-1-gf288a58)
vcscommand.vim (1.99.46)
vim-addon-mw-utils (heads/master)
vim-align (heads/master)
vim-blackboard (heads/master)
vim-coffee-script (v002-2-g2591fef)
vim-colors-solarized (heads/master)
vim-cucumber (heads/master)
vim-fugitive (v1.2-79-gb4b75ef)
vim-git (v5.0-10-gd058250)
vim-haml (vim7.2-58-ga995d4a)
vim-l9 (heads/master)
vim-markdown (heads/master)
vim-peepopen (heads/master)
vim-powerline (remotes/origin/feature/customizability-14-gf2acebb)
vim-puppet (heads/master)
vim-repeat (v1.0-4-gcdffdd4)
vim-ruby (vim7.3-89-g0d4ae14)
vim-ruby-debugger (v0.1-46-g9008a57)
vim-shoulda (heads/master)
vim-snipmate (heads/master)
vim-speeddating (v20100301-6-ga08c2d7)
vim-supertab (heads/master)
vim-surround (v1.90-18-g4eb2cdf)
vim-vividchalk (v2.0-1-g22aee9b)
zencoding-vim (remotes/origin/experimental-46-g62c8a5c)

Warum dieser Blogpost?

Neben einem einfachem »Because I can« steht noch etwas anderes im Vordergrund: Falls ihr bisher den Schritt noch nicht gewagt habt: Probiert es aus. VIM hat keine Lernkurve, sondern eher eine Eiger Nordwand - aber die Besteigung lohnt sich jeden Tag aufs neue.

Ich bin so nett und rechne das für euren persönlichen ROI einmal durch:

  • Macromates Textmate Lizenz: 44.85 €

  • BBEdit Lizenz: 49.99 €

  • »Learning the vi and vim Editors« Taschenbuch & eine 216er Packung feste Taschentücher für die ersten Wochen: 29.93 €

Ihr habt also keine Ausrede mehr.

Daskeyboard

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Am Wochenende ist es gelandet, heute macht es den ersten harten Praxistag mit und ich könnte zufriedener nicht sein. Anschlag ist wunderbar & präzise, die Druckpunkte sind wunderbar ausbalanciert.

Ich habe mich für die Ultimate Silent Edition entschieden - was vermutlich die beste Entscheidung war, wenn ich bedenke dass ich doch hin & wieder mal in einem Großraumbüro arbeite. Happy hacking.

Railscamp Hamburg

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Da dieser Post schon viel zu lange (siehe Datum) im Octopress Stash lag, endlich mal raus damit: Ich hatte nämlich zwei sehr gute Tage auf dem Railscamp Hamburg. Nachdem der erste Session-Tag meiner Meinung nach ziemlich mau war (alles Oberflächenkratzer), hat mir der zweite Tag um so mehr Spaß gemacht. Coupling & Cohesion von @stdout - Viel Interaktion, wenig Referat. So sollte es sein. Anschließend zur Varnish-Session mit kurzem Praxisbericht (im übrigen von einer Symfony-Website). Und dann ab zum VIM Exchange, einer sehr angenehmen Session in der es (hoffentlich nicht nur für mich) noch viel in der .vimrc zu verbessern gab. Die Idee zur-Session schienen @thilko und ich scheinbar parallel gehabt zu haben - er stand zwei Plätze hinter mir in der Session-Planung. Letzterer schreibt übrigens hin und wieder im Blau-Labs Blog. Als letztes bleibt mir wohl nur noch meine Faszination für den Coworking-Space »Werkheim« loszuwerden. Aber ich vermute das wissen die Hamburger bereits zu schätzen. (im Bild: @thegcat)

Soweit.

Und jetzt wieder Köln.

Kingdoms

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Seit gestern gibt es drei neue Gäste in meiner Musikbibliothek: Die Kingdom EPs von Life in your way. Nachdem sie jetzt lang genug ihre Schatten voraus geworfen haben, gibt es seit Montag drei frische EPs, die nahtlos daran anknüpfen, wo Waking Giants aufgehört hat.

Alle drei »Platten« gibts kostenlos bei Come & Live! zum Download.

Neuer PGP Key

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Nachdem ich jetzt zwar schon seit einer ganzen Weile S/MIME zum Signieren meiner E-Mails benutze, wurde es trotzdem mal wieder Zeit, meinen GPG Schlüssel zu erneuern.

Daher: Hier die aktuelle Key: BC21CEC5.

Gültig bis Oktober 2012.

Reality Check

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Man muss nicht unbedingt eine Datenparanoia haben, um bei folgendem Textblock zu Swype ins Grübeln zu kommen, oder?

The new SwiftKey X expands upon that concept by learning from your Gmail, Facebook and Twitter accounts. Yes, you’re giving access that data, but in turn, you receive a more personalized keyboard experience, which can save time.

Einfach zwei Mal lesen und auf der Zunge zergehen lassen.

Breaking Bad

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Eigentlich bin ich kein Serienjunkie. Wenn ich eine Serie schaue, dann vielleicht mal hier und da zwei Folgen nacheinander. Aber schon gar keine Staffel am Stück. Mir fehlen jetzt noch Bröckchen der IT Crowd oder der Big Bang Theory. Von Dr. Who ganz zu schweigen (Hier kommt erschwerend der neue Doktor hinzu).  Tja, das war bis ich den Pilot zu Breaking Bad gesehen habe. Die Besetzung ist perfekt, die Handlung völlig surreal und dystopisch. Das macht sie vielleicht gerade so spannend. Leider würde ich zu viel spoilern, wenn ich aufzähle, was mich an der Serie reizt.  Als kleiner Appetithappen: Meine Lieblingsszene.

Meiner bescheidenen Meinung nach: perfekt. 
Soundtrack, Mimik, alles.